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Freitag, 28. März 2014

Tschüss Kampala

Wahrscheinlich kennt ihr alle das berüchtigte Phänomen, das die Zeit manchmal einfach nur so verrinnt. Auch hier vergeht sie leider wie im Flug. 
Abschied mit Kuchen
Die Verlängerung meines Freiwilligendienstes bei CREEC von 12 auf 18 Monate ist nun bereits ausgelaufen. Nun heißt es noch die von mir betreuten Projekte an meine Kollegen zu übergeben und ausstehende Aufgaben an die Teammitglieder zu verteilen.
Abschiedsgeschenk
Somit muss ich mich nun schweren Herzens mit dem Gedanken anfreunden, sehr bald Lebewohl zu allen Arbeitskollegen, Bekannten und Freunden hier zu sagen, welche aus den letzten 1,5 Jahren eine interessante, schöne und wertvolle, einfach unvergessliche Zeit gemacht haben. Das schwerste hierbei wird wohl, zu meiner Freundin Patricia auf Widersehen zu sagen. Wahrscheinlich wird mir sogar das hektische, überfüllte und immer staugeplagte Kampala mit den vielen Boda-Bodas und Minibussen sehr bald fehlen.

Aber zum Glück werde ich mit einem weinenden und einem lachenden Auge von hier aufbrechen, denn ich darf mich auf eine außergewöhnliche 4-monatige Motorradreise freuen.
Sich nach der langen Zeit auf dem afrikanischen Kontinent einfach in einen Flieger zu setzten und einen Tag später bereits in der Heimat anzukommen schien mir irgendwie zu übereilt. So ist langsam die Idee gewachsen, warum denn fliegen? Wo es doch auch einen Landweg nach Deutschland gibt, der spannende  Begegnungen mit den vielfältigsten Ländern, Kulturen, Menschen und Landschaften verspricht.
Der Donnerblitz

Auch meine Schwester Sabrina wurde von dieser abenteuerlichen Idee angesteckt und ist bereits vor einigen Tagen in Kampala angekommen, um mich bei den verbleibenden Reisevorbereitungen zu unterstützen, bevor wir kommende Woche Kampala auf einem rasanten Zweirad in Richtung Heimat verlassen werden.


Bescherung für Fabian
Da unsere geplante Reiseroute doch ca. 10.000 km umfassen wird, sollte unser Gefährt natürlich in bester Verfassung sein. Somit durfte Sabrina neben der Motorradausrüstung sowohl einen halben Koffer Ersatzteile, Werkzeug und Motorrad Ausrüstung mitbringen,
als auch einen neuen Motorradreifen als Gepäckstück einfliegen.


Die Reiseroute soll uns über Kenia, Äthiopien, Sudan, Ägypten, mit einem Abstecher nach Israel und Jordanien führen, bevor uns eine Fähre nach Europa bringt. Schon jetzt sind wir sehr gespannt auf die unterschiedlichsten Sehenswürdigkeiten, Kulturreichtümer und Landschaften die uns während der Tour erwarten werden und hoffen natürlich auf  tolle Erfahrungen. Sodass wir hoffentlich Ende Juli gesund und munter in unserem Zuhause im Schwarzwald ankommen werden.
Aber man kennt es ja auf jedem Weg sind Hürden zu nehmen, problemlos verläuft das wenigste und die Zeit ist ein ewiger Gegner.
So musste ich in den letzten Tagen vor Abfahrt noch ein Äthiopien Visum in Deutschland beantragen, da mir die Botschaft in Kampala dieses verwehrte. 
Da stimmt doch was nicht?
Ebenso sorgte Sabrinas Uganda Visum für etwas Aufregung. Eines Abends stellten wir fest dass dort als Einreisedatum 2011 eingestempelt war. Nach kurzer Diskussion waren wir uns einig, dass wir doch schon im Jahr 2014 sind und suchten Klärung bei den Behörden. Der Grund dahinter zeigte sich auch als ganz simpel, die Stempel sind schon etwas älter und kennen 2014 noch nicht, somit wurde wieder bei 2011 begonnen. 
Motorrad schläft
Letzter Feinschliff












Ebenso hatte das Motorrad wenige Tage vor Abfahrt Zahnausfall zu beklagen, welcher mit einem Ersatzzahnrad behoben werden musste. 
Auch die ugandischen Behörden sind nicht gerade für Ihre Schnelligkeit bekannt, wodurch mit Hilfe eines Agenten etwas „geölt“ werden musste, um die Fahrzeugpapiere in Ordnung zu bekommen.
Das Packen hat begonnen
Aber voller guten Mutes sind wir überzeugt „Yes we can!“









Mittwoch, 1. Januar 2014

Happy New Year

Offiziell schreiben wir nun das Jahr 2014. Wie im Flug ist das letzte Jahr vergangen. Neben dem bereiten einiger Kopfschmerzen, hat uns das letzte Jahr mit vielen Freuden und wertvollen Momenten bereichert. 
Lasst uns höchst motoviert, mit den besten Vorätzen ins neue Jahr starten und gespannt darauf sein, was das Leben für uns bereit hält.

Ich wünsche euch allen ein tolles Jahr 2014, viel Glück bei all euren Vorhaben und dass ihr möglichst viele eurer Träume verwirklichen könnt.

Frohes Neues

Dienstag, 12. November 2013

Résumé

Als Zusammenfassung meiner Arbeiten des letzten Jahres, möchte ich in einer kleinen Serie von Berichten etwas über meine Arbeiten der letzten zwölf Monate erzählen. In den nächsten Tagen sollen noch weitere folgen.

Viel Spaß beim Lesen

Donnerstag, 7. November 2013

Sonnenfinsternis - Das Jahrtausend Event

Vergangenen Sonntag, den 3 November, hat sich in Uganda ein einzigartiges Naturschauspiel zugetragen, eine Sonnenfinsternis.
Schon Wochen zuvor war die Sonnenfinsternis in aller Munde. Reiseveranstalter boten „Sonnenfinsternis-Reisen“ an, große Events wurden geplant und in Fernsehen, Radio und Presse wurde ausgiebig berichtet.
Als einer der besten Plätze zum Beobachten des Spektakels wurde Pakwach, rund 350 km nord-westlich von Kampala, vorhergesagt. Auf Grund der perfekten Lage wurden große Touristenströme aus aller Welt in der Region erwartet. Die Hotelpreise hatten sich kurzerhand verdoppelt, Zimmer waren bereits im Voraus ausgebucht und selbst kleinste Rundhütten wurden an Schaulustige vermietet. 

Um diesem Trubel zu entgehen und da unsere Leidenschaft für Himmelskörper ohnehin nicht so stark ausgeprägt ist, haben wir uns entschlossen von Kampala aus, unter nicht perfekten Bedingungen, in den Himmel zu schauen.

Jedes Kind weiss ja, mit bloßem Auge in die Sonne schauen ist nicht gut. Deshalb haben wir bereits bei den Vorbereitungen tief in die Trickkiste gegriffen und Hausmittel zur Sonnenbeobachtung ausgetestet. Von angerußten Gläsern, über CD´s bis hin zu einer Wasserwanne. Noch kreativer waren ein paar Mädels, welche uns von der Zuhilfenahme einer schwarzen Plastiktüte berichteten. Die Sicht durch die Plastiktüte seid jedoch nicht so klar gewesen.

Da all diese Taktiken zwar sehr erfinderisch sind, die gefährlichen Sonnenstrahlen jedoch nicht ganz so zuverlässig abschirmen und das Augenlicht auch in Zukunft praktisch sein könnte, haben wir uns kurzfristig doch noch Schweißerbrillen besorgt.
Das raffinierteste und wohl auch einzig wirklich sichere Hausmittel, welches uns begegnet ist, war eine aus Kartons gebastelte Lochkamera. Klasse, nicht wahr?









Gegen 16.30 Uhr startete der Mond sich vor die Sonne zu schieben. Ungefähr eine Stunde später war die Sonnenfinsternis erreicht und die Sonne nur noch als kleine Sichel zu sehen. Von Pakwach aus hätten wir die Sonne als perfekten Ring um den Mond gesehen. Bei komplett blauem Himmel war das Spektaktel auch in Kampala gut zu beobachten. Unaufhaltsam wanderte der Mond, verdeckte die Sonne zuerst und gab sie dann wieder frei, bis diese gegen 18.30 Uhr in den Wolken versank.









Wirklich ein schönes Ereignis, wenn auch nicht unbedingt ein muss, um dafür um die halbe Welt zu fliegen.

Mittwoch, 30. Oktober 2013

Darf ich vorstellen, Muschi…

Darf ich vorstellen, Muschi ist eine freche, weiße Katze mit angekautem Ohr.
Ursprünglich zählten wir sie als Haustier unserer Nachbarn. Dem ist jedoch nicht so, sie geht dort nur ein und aus.


Schon sehr bald entdeckt sie auch unser schmuckes Häuschen für sich, hält treu Wache auf unserer Veranda und fühlt sich rundum Zuhause.


Sitzt Muschi nicht vor der Tür, ist Skepsis angesagt. Sehr wahrscheinlich hat sie einen Weg ins Haus gefunden. Muschis Vorliebe gilt Patricks Bett.


Bereits morgens beim Türe öffnen muss ausgekämpft werden, wer rein und wer raus geht.


Vor rund drei Wochen, nachmittags, war Muschi verschollen, sie saß nicht vor der Tür. 
Die erste Vemutung, sie ist im Haus? Nach einem gründlichen Check: Entwarnung.

Abends um 23 Uhr klopft es an meine Tür und Patrick bittet um Werkzeug. Er berichtet von ungewohnten Geräuschen aus dem Kleiderschrank, welchen er auf den Grund gehen möchte. Das Ausräumen des Kleiderschranks und das Entfernen der Schubladen konnte keine Klärung bringen, so muss schwereres Gerät her.

 


Nach Abschrauben der Schrankfront kommen Muschis genüsslich zugekniffene Augen zum Vorschein. Sich in ihrem neuen Heim sichtlich wohlfühlend, liegt sie gelassen im Geheimfach des Kleiderschranks. Das ist noch nicht alles, Muschi ist nicht allein.
 


Offensichtlich wurde Patricks Schrank kurzerhand zu einem Kreissaal umfunktioniert. Nach und nach kommen Muschi Junior 1 bis 5 zum Vorschein. 
Für mich bis heute unverständlich, Patrick wollte seinen Kleiderschrank nicht teilen und hat die junge Familie auf die Veranda umquartiert. So wohnt nun Muschi Senior mit Muschi Junior 1 bis 5 in der frisch eingerichteten Höhle auf unserer Veranda.



Inzwischen sind die Kätzchen nun soweit herangewachsen, dass sie überall herum rennen, jede Ecke auskundschaften und den halben Tag nur miauen.
 






Die nächsten Wochen versprechen interessant zu werden.

Dienstag, 22. Oktober 2013

Ein Jahr ist voll







Kaum zu glauben, ein Jahr ist bereits voll. Zu Recht werden einige von euch vermuten mich planmäßig demnächst wieder in Deutschland antreffen zu können. Es ist nun ein Jahr, dass ich mich nach Uganda aufgemacht habe.
Seither habe ich viele wertvolle Erfahrungen gesammelt, bin Land und Leute näher gekommen, durfte bei tollen Projekten mitarbeiten und konnte auf Reisen Uganda und Ostafrika näher kennenlernen.
Von Langeweile und grauem Alltag ist jedoch weit und breit keine Spur. Das Leben ist immer noch spannend, macht Spaß und hält täglich neue Überraschungen bereit.
Daher habe ich bereits vor geraumer Zeit die Entscheidung gefällt, meinen Freiwilligendienst bis März 2014 zu verlängern.
 
Ich freue mich auf die Herausforderungen, welche auf der Arbeit auf mich warten und die Erlebnisse, welche Uganda für mich bereithält.