Dienstag, 12. November 2013

Solarabteilung



Solar ist eine der vier Fachbereiche von CREEC. Die Solar Abteilung, welche mein Haupteinsatzgebiet ist, arbeitet an unterschiedlichsten Aufgaben rund um Photovoltaik. Ein Fokus liegt auf Solarlampen. Ebsno wird mit Solar Home Systemen, nicht netzgebundene Solarsysteme mit Batterien, welche Strom für Licht und weitere kleine Anwendungen liefern, sowie weiteren Solaranwendungen gearbeitet. 



 
In einem gut ausgestatteten Solarlabor können eine Großzahl von Solar- und Elektroprodukte getestet und analysiert werden. Von Batterie Tests, über die Analyse von erzeugtem Licht und Solarpanel, bis hin zu Tests von kompletten Solarlampen.


 

Das Feldlabor, welches an das Energy Kiosk angegliedert ist, bietet die Möglichkeit, Solarlampen unter realen Alltagsbedingungen zu testen. Es soll sich zu einer wichtigen Testplattform für Hersteller, Händler und Institutionen entwickeln.


 
Das Energy Kiosk ist Teil einer Fallstudie, welche die Rentabilität und Umsetzbarkeit dieses Geschäftskonzepts untersucht. Das Energy Kiosk ist ein solarbetriebener, umgebauter Frachtcontainer, welcher in einer Gegend ohne Stromversorgung steht. Gegen Gebühr werden Solarlampen an Kunden ausgeliehen, Handys aufgeladen sowie Computerservices angeboten.
 


Bei dem Mini Grid handelt es sich ebenso um eine Fallstudie. Ein kleines Stromnetz, welches von einer Solaranlage gespeist wird, bietet einem, dem öffentlichen Stromnetz fernen Dorf, erste Elektrizität. Momentan sind 7 Kunden, hauptsächlich Geschäfte, angeschlossen.
 




CREEC führt regelmäßig Solarschulungen durch. Angehende Solartechniker, welche in den theoretischen Hintergründen, sowie in der praktischen Installation von Solarsystemen geschult werden, sind ein Beispiel.




Darüber hinaus tritt CREEC als Befürworter von Solarenergie in der öffentlichen Diskussion auf. In Kampagnen werden über die Vorteile von Solarlampen informiert, sowie auf Ausstellungen und Veranstaltungen die Vorteile und Möglichkeiten von Solarenergie präsentiert.

In weiteren Projekten werden Studien im Solar Bereich durchgeführt, es wird mit Schulgruppen gearbeitet und der Austausch mit diversen Akteuren des Solarbereichs gepflegt.

Donnerstag, 7. November 2013

Sonnenfinsternis - Das Jahrtausend Event

Vergangenen Sonntag, den 3 November, hat sich in Uganda ein einzigartiges Naturschauspiel zugetragen, eine Sonnenfinsternis.
Schon Wochen zuvor war die Sonnenfinsternis in aller Munde. Reiseveranstalter boten „Sonnenfinsternis-Reisen“ an, große Events wurden geplant und in Fernsehen, Radio und Presse wurde ausgiebig berichtet.
Als einer der besten Plätze zum Beobachten des Spektakels wurde Pakwach, rund 350 km nord-westlich von Kampala, vorhergesagt. Auf Grund der perfekten Lage wurden große Touristenströme aus aller Welt in der Region erwartet. Die Hotelpreise hatten sich kurzerhand verdoppelt, Zimmer waren bereits im Voraus ausgebucht und selbst kleinste Rundhütten wurden an Schaulustige vermietet. 

Um diesem Trubel zu entgehen und da unsere Leidenschaft für Himmelskörper ohnehin nicht so stark ausgeprägt ist, haben wir uns entschlossen von Kampala aus, unter nicht perfekten Bedingungen, in den Himmel zu schauen.

Jedes Kind weiss ja, mit bloßem Auge in die Sonne schauen ist nicht gut. Deshalb haben wir bereits bei den Vorbereitungen tief in die Trickkiste gegriffen und Hausmittel zur Sonnenbeobachtung ausgetestet. Von angerußten Gläsern, über CD´s bis hin zu einer Wasserwanne. Noch kreativer waren ein paar Mädels, welche uns von der Zuhilfenahme einer schwarzen Plastiktüte berichteten. Die Sicht durch die Plastiktüte seid jedoch nicht so klar gewesen.

Da all diese Taktiken zwar sehr erfinderisch sind, die gefährlichen Sonnenstrahlen jedoch nicht ganz so zuverlässig abschirmen und das Augenlicht auch in Zukunft praktisch sein könnte, haben wir uns kurzfristig doch noch Schweißerbrillen besorgt.
Das raffinierteste und wohl auch einzig wirklich sichere Hausmittel, welches uns begegnet ist, war eine aus Kartons gebastelte Lochkamera. Klasse, nicht wahr?









Gegen 16.30 Uhr startete der Mond sich vor die Sonne zu schieben. Ungefähr eine Stunde später war die Sonnenfinsternis erreicht und die Sonne nur noch als kleine Sichel zu sehen. Von Pakwach aus hätten wir die Sonne als perfekten Ring um den Mond gesehen. Bei komplett blauem Himmel war das Spektaktel auch in Kampala gut zu beobachten. Unaufhaltsam wanderte der Mond, verdeckte die Sonne zuerst und gab sie dann wieder frei, bis diese gegen 18.30 Uhr in den Wolken versank.









Wirklich ein schönes Ereignis, wenn auch nicht unbedingt ein muss, um dafür um die halbe Welt zu fliegen.

Mittwoch, 30. Oktober 2013

Engineering auf afrikanisch

 

Flexible Kupplung benötigt?
Man nehme einen abgfahrenen Autoreifen, ein paar Schrauben, ... und Bitteschön!





Aerodynamisch geschlitzter Tuningreifen mit optimierter Innenbelüftung




Es ist ein Loch zu stopfen?
Zündkerzen funktionieren auch als Pfropfen.




 Akkuschrauber Akku leer,
Motorrad Batterie muss her.




Mit ner Sicherung auf Nummer sicher




Zum Glück war hier eine Kabel-Befestigungs-Schraube vorgesehen




 Man erinnere sich:
Bereits 2% Verschattung eines Solarpanels können 70% Leistungseinbuße bedeuten




 Chinesisches Hightec Lager mit mehrteiligem Außenring, extra breiter Laufbahn am Innenring, assymetrisch geformen Kugeln und flexiblem Käfig für "extra runden Lauf"


 
 

Montiereisen, Schraubenschlüssel und Stöckchen in Kombination mit Gummiband, Kabelbinder und Draht geben nicht nur ein klasse Kunstwerk ab, sondern helfen auch müden Stahlrohren auf die Beine




Die neuste Generation des Seeger Rings, auf verschiedene Wellendurchmesser flexibel anpassbar

Darf ich vorstellen, Muschi…

Darf ich vorstellen, Muschi ist eine freche, weiße Katze mit angekautem Ohr.
Ursprünglich zählten wir sie als Haustier unserer Nachbarn. Dem ist jedoch nicht so, sie geht dort nur ein und aus.


Schon sehr bald entdeckt sie auch unser schmuckes Häuschen für sich, hält treu Wache auf unserer Veranda und fühlt sich rundum Zuhause.


Sitzt Muschi nicht vor der Tür, ist Skepsis angesagt. Sehr wahrscheinlich hat sie einen Weg ins Haus gefunden. Muschis Vorliebe gilt Patricks Bett.


Bereits morgens beim Türe öffnen muss ausgekämpft werden, wer rein und wer raus geht.


Vor rund drei Wochen, nachmittags, war Muschi verschollen, sie saß nicht vor der Tür. 
Die erste Vemutung, sie ist im Haus? Nach einem gründlichen Check: Entwarnung.

Abends um 23 Uhr klopft es an meine Tür und Patrick bittet um Werkzeug. Er berichtet von ungewohnten Geräuschen aus dem Kleiderschrank, welchen er auf den Grund gehen möchte. Das Ausräumen des Kleiderschranks und das Entfernen der Schubladen konnte keine Klärung bringen, so muss schwereres Gerät her.

 


Nach Abschrauben der Schrankfront kommen Muschis genüsslich zugekniffene Augen zum Vorschein. Sich in ihrem neuen Heim sichtlich wohlfühlend, liegt sie gelassen im Geheimfach des Kleiderschranks. Das ist noch nicht alles, Muschi ist nicht allein.
 


Offensichtlich wurde Patricks Schrank kurzerhand zu einem Kreissaal umfunktioniert. Nach und nach kommen Muschi Junior 1 bis 5 zum Vorschein. 
Für mich bis heute unverständlich, Patrick wollte seinen Kleiderschrank nicht teilen und hat die junge Familie auf die Veranda umquartiert. So wohnt nun Muschi Senior mit Muschi Junior 1 bis 5 in der frisch eingerichteten Höhle auf unserer Veranda.



Inzwischen sind die Kätzchen nun soweit herangewachsen, dass sie überall herum rennen, jede Ecke auskundschaften und den halben Tag nur miauen.
 






Die nächsten Wochen versprechen interessant zu werden.

Dienstag, 22. Oktober 2013

Ein Jahr ist voll







Kaum zu glauben, ein Jahr ist bereits voll. Zu Recht werden einige von euch vermuten mich planmäßig demnächst wieder in Deutschland antreffen zu können. Es ist nun ein Jahr, dass ich mich nach Uganda aufgemacht habe.
Seither habe ich viele wertvolle Erfahrungen gesammelt, bin Land und Leute näher gekommen, durfte bei tollen Projekten mitarbeiten und konnte auf Reisen Uganda und Ostafrika näher kennenlernen.
Von Langeweile und grauem Alltag ist jedoch weit und breit keine Spur. Das Leben ist immer noch spannend, macht Spaß und hält täglich neue Überraschungen bereit.
Daher habe ich bereits vor geraumer Zeit die Entscheidung gefällt, meinen Freiwilligendienst bis März 2014 zu verlängern.
 
Ich freue mich auf die Herausforderungen, welche auf der Arbeit auf mich warten und die Erlebnisse, welche Uganda für mich bereithält.